30

 

In der vorletzten Woche hat sich der Hebst hier, bis auf wenige Ausnahmen, zum größten Teil von seiner besten Seite gezeigt. Ein guter Grund viele Kilometer auf dem Rad zu verbringen.

 

Die erste Tour am Montag hat mich seit geraumer Zeit mal wieder zum NSG-Beverseee geführt, immer mit einem recht dramatischen Wolkenszenario über mir.

 

Diese Wolken hatten mich dann auch dazu bewogen das DB Overdrive zu nehmen, da ich mit dem im Fall des Falles dann doch um einiges schneller wieder daheim sein würde.

 

Die Aussichtsplattform am Beversee wird aller Wahrscheinlichkeit, warum auch immer?, gar nicht mehr aufgebaut.

 

Weiter ging es durch das NSG ...

 

Dieses Mal bin ich von der Südseite auf die Halde Großes Holz gefahren, deren Ausblick einen immer wieder für die Anstrengung entschädigt.

 

Von der einen Halde ging es gleich zur nächsten nach Grevel.

 

In Sachen Regen hatte ich Glück, sodass ich mit trockenen Pneus wieder daheim angekommen bin.

 


 

Direkt tags darauf ging es auf demselben Rad dann in die Haard. Normalerweise fahre ich dorthin ja recht pragmatisch nur via dem Dattel-Hamm Kanal. Dieses Mal hatte ich die "2-Kanal Variante" gewählt. Die führt zuerst an den Dortmund-Ems Kanal ...

bis Henrichenburg, weiter nach Oer-Erkenschwick und von dort geht es dann direkt am Stimbergpark in die Haard hinein - und wie ...

 

Denn direkt zu Beginn geht es auch gleich zum höchsten Punkt der Haard überhaupt, auf den Stimberg. Das ist mit dem 28er Singlespeed schon eine besondere Herausforderung.

 

Deswegen musste ich an den Stimbersteinen auch erst einmal eine kleine Pause einlegen.

 

Da ich nach der Tour noch ins Büro musste, hatte ich mir die Route über den Feuerwachturm gespart und bin von den Steinen zwar noch ein Stück weiter in die Haard hinein, aber dann auch zeitig wieder runter ans Katenkreuz gefahren, von wo aus es durch Datteln hindurch an den Dattel-Hamm Kanal und an diesem entlang retour nach Hause ging.

 


 

Auch am Donnerstag ging es in die Haard. Wieder eingängig, allerdings um einiges grobstolliger als 2 Tage zuvor. Das Rad der Wahl war das Titan-Singlespeed, dem ich ein paar Tage zuvor einen neuen Turbo-Sattel verpasst hatte, da sich der verbaute Flite Classic nun endgültig in die ewigen Jagdgründe verabschiedet hatte, weil sich die Rails irreparabel aus den Halterungen gelöst hatten.

 

Bis in die Haard bin ich exakt so gefahren wie am Dienstag zuvor, aber der Stimberganstieg war mit dem gut 2,5kg leichteren Bike dann doch um ein Vielfaches leichter zu bewältigen.

 

Eine Pause an den Steinen habe ich aber trotzdem eingelegt ...

 

Dieses Mal bin ich auch die längere Variante über die Feuerwachtürme gefahren ...

 

und somit nicht via Redde und Datteln, sondern schon ab Flaesheim zuerst an den Weser-Datteln und von diesem an den Datteln-Hamm Kanal gelangt, der ja gleichbedeutend mit meinem Heimweg ist.

 

 


 

Wochenende und ja, man ahnt es schon, es ging in die Haard. Dieses Mal allerdings nicht allein, sondern gemeinsam mit Max, Georg und Zenon und ebenfalls ja, es ging wieder via dem Stimberg hinein.

 

Max und ich waren wieder eingängig, die 2 Brüder auf Schaltern unterwegs. Da Zenon längere Zeit gesundheitlich angeschlagen war, sind wir recht moderat gefahren.

 

Kein "Gemeinschaftsausflug" ohne Foto vom Talblick unterhalb des Rennbergs.

 

Das Wetter war fantastisch und die Haard wechselt unaufhaltsam ihr Farbkleid.

 

Wieder ging es über Flaesheim zuerst an den WDK, von diesem an den DHK und an diesem retour nach Hause.

 


 

Wer in Dortmund lebt, halbwegs ambitioniert Radsport betreibt und auf klassische Räder steht, kommt an einigen Namen nicht vorbei. Bei Rennrädern sind das Schuhmacher, Marschall und Allen voran natürlich Rickert. Bei MTBs wären da wieder Marschall, Cannibal und Deer zu nennen. Cannibal fällt bei mir weg, da diese grundsätzlich aus Alu waren, ein bezahlbares Deer zu finden ist fast aussichtslos und auch Marschallbikes sind ja jetzt nicht gerade für kleines Geld zu haben, wobei man die MTB von ihm auch nur selten mal zu Gesicht bekommt. Da gab es aber in den 90ern auch noch Indian Bikes, die ihren Namen ändern mussten, da der Motorradkonzern mit gleichem Namen und fast gleichem Logo Klage eingereicht hatte und wohl auch gewonnen hatte, denn aus Indian wurde Independent. Die indigenen Modellbezeichnungen blieben und auch der Schriftzug erinnerte noch frappierend an den von Indian. Der Unterschied zu den vorgenannten Namen bestand darin, das die Räder nicht selbst produziert , sondern die Rahmen zugekauft wurden, weshalb diese Räder wohl auch keinen Kultstatus innehaben. Nichtsdestotrotz waren/sind das durchweg gut verarbeitete, ehrliche und schnörkellose Bikes.

 

Letzte Woche ist mir ein ebensolches im bekannten Auktionshaus über den Weg gelaufen und das für einen Preis, bei dem ich einfach nicht nein sagen konnte.

 

Ein 22" Independent Tomahawk im, bis auf Reifen, Sattel und Lenker, Originalzustand. Das Ganze ohne irgendwelche Macken. Weder bei den Parts, noch beim Lack oder den Decals.

 

Zuhause angekommen wurden sofort die Barends, die Refektoren, Pedale und der unsäglich schlechte Sattel demontiert. Dieser wurde dann durch einen Turbo, die Pedale durch MT Lights und die No Name Reifen durch Smart Sams von Schwalbe ersetzt,. Danach ging es dann gleich zur Probefahrt auf die Halden.

 

Das Teil fährt sich excellent.

 

Sowohl bergauf, wie auch bergab gibt es keinen Grund zur Klage. Lediglich die verbaute Alivio Gruppe kommt natürlich hier und da an ihre Grenzen. Vor Allem die Bremsen sind nicht das was ich mir in den Abfahrten der Haard wünsche.

 

Für eine Haldenrunde reichen die aber natürlich aus.

 

So war das Erste was ich daheim gemacht habe, auch die diversen Quellen und Foren nach Ersatz zu durchsuchen. Aufgebaut wird das Bike in den kommenden Tagen dann mit einer mehr oder weniger kompletten XT 737 Gruppe. Lediglich bei den Bremshebeln setze ich auf Suntours XC Pro Hebel, die für mich nach wie vor mit zu den schönsten, aber auch zu den besten gehören die je gebaut wurden.

 

to be continued ...

 


 

Am Dienstag war dann allerdings wieder altbewährtes Material an der Reihe, da ich, wie bereits erwähnt, mit der Aliviogruppe nicht durch die Haard fahren wollte. Dafür hatte ich mich wieder auf das Titanrad gesetzt, das kurz zuvor endlich einen LD-Stem in metallurgisch korrekter Ausführung spendiert bekommen hat. Der zuvor verbaute, baugleiche, aber hochglanzpolierte hat mir nie so richtig gefallen.

 

Langsam aber sicher verschwinden die kleinen Trails unterm Laub und es erfordert eine immense Konzentration um Wurzeln, oder Löcher zu erkennen.

 

Angepasste Fahrweise ist hier absolute Devise!

 

Am Feuerwachturm ist innerhalb der Woche der Hund begraben. Gut für eine dortige Pause!

 

Die gesamte Tour über zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und ich musste mich selbst bremsen um nicht einfach endlos weiterzufahren, denn nach der Tour war noch Büro angesagt.

 

Über die übliche Wege entlang der Kanäle ging es wieder retour nach Hause.

 

Es scheint kaum Bauteile zu geben die derart polarisieren, wie LD Stems und Flared Drop Bars, was ich persönlich immer wieder sehr belustigend finde. Über Geschmack lässt sich natürlich nicht streiten, so kann natürlich nicht Alles Allen gefallen. Über Sinn, respektive kolportierten Unsinn, allerdings schon.

 

Da ich es komplett überdrüssig bin immer und immer wieder meinen Senf dazu zu geben, überlasse ich das mal an dieser Stelle den Experten, auch wenn ich davon ausgehen kann das die wenigsten sich die Mühe machen werden um den nachtehenden Artikel von Matt Chester, seines Zeichens begnadeter Titanrahmenbauer aus Kanada, zu lesen.

 

Matt Chester

 

 


 

Am Donnerstag stand dann die jährliche Dunkeltour des RSC Werne auf dem Programm.

 

Max und ich sind eigentlich recht pünktich mit dem Auto aus Dortmund gestartet, aber mehrere Baustellen hatten dafür gesorgt, das wir es so gerade noch zum Start geschafft haben und das auch nur, weil die Schlussgruppe so nett war auf uns zu warten.

 

Danke dafür!

 

Anders als die Jahre zuvor, ging es dieses Mal quasi einmal um Werne herum.

 

Fotos von der Tour spare ich mir, da die bei den Verhältnissen einfach Nix werden.

 

Das Ganze war wie immer eine schöne Veranstaltung mit anschließender Einkehr im Vereinsheim.

 


 

Heute ging es mit Max und Tobit über den Emscherweg zur Halde Hoheward und anders als prognostiziert, war das Wetter prima. Max und ich waren eingängig, Tobit anfangs noch zweigängig unterwegs, aber dazu später mehr.

 

Eine große Tourenbescheibung ist hier überflüssig, da man zur Hoheward einfach nur stringent den Emscherweg entlang fährt und diesen erst kurz vor der Haldenlandschaft verlässt. Ab da wird es allerdings hart, zumindest wenn man nur einen Gang zur Verfügung hat, denn die Serpentinen fordern einem auf dem Singlespeed Alles ab. Dafür wurden wir oben von einem Bagpipespieler begrüßt, der unaufhörlich in seinen Dudelsack bliess, was irgendwie total surreal war.

 

In der Abfahrt hat Tobit dann wohl die Schraube seines Abstützhebels der Duomatic HR-Nabe verloren, sodass er er bei jedem Bremsvorgang Probleme bekam. Also hatte er ab dort auch ein Singlespeed und keine HR-Bremse mehr. Zurück sind wir dann über König Ludwig Trasse gefahren, die fast bis nach Henrichenburg führt, wo wir wieder auf den DEK gelangten.

 

An diesem sind wir dann wieder retour nach Dortmund gefahren, das Ganze inmitten eines fantastischen Farbenmeeres.

 

Die Prognosen für die kommende Woche sind gelinde gesagt sehr bescheiden, sodass ich wahrscheinlich dazu kommen werde dem Independent die georderten und größtenteils auch schon eingetroffenen Parts zu spendieren.

 

0 Kommentare