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Auch diese Woche begann, wie die meisten anderen halt auch, mit einer Runde ins Münsterland. Die einzig nennenswerte Pause habe ich auf Schloss Nordkirchen eingelegt, dessen Kopfsteinpflasterpassage den Paves bei Paris-Roubaix in nichts nachsteht und einen jedes Mal ordentlich durchschüttelt.

 

Da das Schloss für PKW nicht gesperrt ist und dort in der Regel auch welche unterwegs sind, ist ein Foto wie das nachstehende eher selterner Natur, zumindest wenn man wie ich dort mittags vorbei kommt.

 

Vom Schloss ging es dann über Ermen nach Seppenrade, was zwangsläufig mit einer Überquerung der Stever einhergeht.

 

Von hier aus ging es dann den gewohnten Weg über Vinnum retour nach Dortmund, sodass am Ende der Runde 64km zu Buche standen.

 


 

Der Mittwoch und der Donnerstag standen dann mal wieder im Zeichen der Niere.

 

 

 

Nach jeweils 25 Runden verlässt mich dann dort aber wirklich immer die Lust und ich sehe zu das ich wieder nach Hause, respektive ins Büro komme.

 


 

Am Samstag ging es gemeinsam mit Max und Mateusz via Rad nach Bochum, da ein Arbeitskollege dort seinen 30. Geburtstag gefeiert hat. Da wir für den Sonntag schon unsere "Brachtenbecker Weg Tour" geplant hatten, ging es relativ früh wieder nach Hause. Das Ganze in Begletung eines wunderschönen Sonnenuntergangs.

 

Am Samstag sind wir so auf gute 65km gekommen.

 

 


 

Am Sonntagmorgen habe ich dann gemerkt, das mir die Tour vom Vortag doch ordentlich in den Beinen steckte, was auch daran gelegen haben wird, das wir in Jeans auf Singlespeeds unterwegs waren. So hielt sich meine Vorfreude auf das was da vor uns lag erst einmal in Grenzen. Die wurde erst einmal auch nicht besser, da sich beim Aufbruch daheim der Sigma ROX 12 mal wieder nicht starten liess und ich ihn, wie leider öfters mal, erst wieder durch ein Factory Reset zum Laufen bringen musste, womit das Teil fast immer eine gute Viertelstunde beschäftigt ist und ich danach ordentlich "Gas" geben durfte um pünktlich zur verabredeten Stelle zu gelangen.

 

Mit dabei waren diesmal wieder Max, Mateusz und Simon, wobei es für Mateusz die erste Wixberg/Gipfelkreuzrunde überhaupt war. Da der Brachtenbecker Weg als Anstieg im Programm war, ging es im Uhrzeigersinn Richtung Wixberg, also zuerst über Hengsen nach Geisecke, wo ich in der Abfahrt dermaßen reingetreten habe, das ich mich, zumindest mal temorär, im dortigen Segment tatsächlich mal zwischen Justin und Björn geschoben habe.

 

Dieses Mal sind wir von Grürmannsheide nicht wie gewohnt die lange Abfahrt runter nach Letmathe gefahren, sondern haben die weitaus schönere Variante über den Leckerhorstweg genommen. Dabei ist Max und mir dann auch erst richtig bewusst geworden was man sich antut wenn man diesen bergauf fährt, was wir in letzter Zeit ja mehrfach getan haben. Bei dieser Variante gelangt man sehr viel angenehmer auf den Wixberg, da die Grüner Talstraße im Gegensatz zum Linscheider Bach, oder dem Hegenscheider Weg, um ein Vielfaches flacher ist. Das ändert sich dann erst mit dem Abbiegen in die Lohsiepenstraße. Die letzten 1,5km haben es dann doch ordentlich in sich, also zumindest für mich.

 

Keine 1. Wixbergrunde ohne Beweisfoto!

 

Mateuszs "Jungfernfoto" ...

 

und ich.

 

Danach war dann auch komplett Schluss mit lustig und das fängt schon mit der Abfahrt an. Vom Wixberg nach Altena kommt man nur über den Hegenscheider Weg, oder wie wir über den Linscheider Bach und beide Abfahrten schenken sich nichts. Es mag Leute geben die hier die Räder einfach laufen lassen, aber dazu gehören wir nicht. Das liegt zum Einen an dem nicht wirklich guten Asphalt, vor Allem in den Kurven!; und an besagten Kurven selbst, da diese oft überhaupt nicht einsehbar sind und frontal mit einem entgegenkommenden PKW zusammen zu stoßen, ist nicht das was ich mir wünsche. Unten in Altena angekommen schmerzen deswegen auch jedes Mal die Finger vom Dauerbremsen. Hier unten sind wir Steffi, Matthias und Mario begegnet, die genau entgegengesetzt unterwegs waren. Mit dem Einbiegen in den Brachtenbecker Weg hört der Spaß dann immer endgültig auf, da dieser Weg für mich mit das Härteste ist was man hier in der Gegend unter die Pneus nehmen kann. Hier muss jeder für sich seinen ganz eigenen Rhythmus finden. Ich für meinen lasse also die anderen ziehen und sehe zu das ich so energiesparend wie möglich dort hinauf komme. Das erste Stück bis zur 1. Kehre täuscht ungemein und diejenigen die dort zum ersten Mal unterwegs sind können meist nicht nachvollziehen warum dieser Weg einen solchen Ruf hat. Das ändert sich schlagartig mit der besagten 1. Kehre! Ab hier heisst es nur noch beißen. Bis kurz vor Schluss bleiben die Prozente in der Regel zweistellig und wer das Pech hat das einem in den Kehren Autos entgegen kommen und man diese deswegen innen fahren muss, muss doppelt beißen. Das ist mir am Sonntag gleich in 2 Kehren passiert, was in der Tat dazu geführt hat, das ich so langsam wurde das sich der Sigma dort für 2-3 Sekunden in den Trainingspausenmodus geschaltet hat, weil ich unter die 6km/h gekommen bin. Hier habe ich dann auch die Runde vom Vortag brachial zu spüren bekommen und ich war wirklich kurz davor mein Rad einfach über die Leitplanke zu werfen. Oben angekommen haben die anderen drei dann auch nicht viel besser ausgesehen und so sind wir allesamt hochroten Kopfes hinunter an die Brenscheider Mühle gerollt und haben dort Einkehr gehalten.

 

Gestärkt und halbwegs erholt ging es dann von der Mühle zum Hagener Gipfelkreuz. Hier hat man von der Mühle nicht viel Zeit zum Einrollen, denn schon nach wenigen Hundert Metern befindet man sich wieder in einer dieser schmezhaften Steigungen.

 

Das steilste Stück bildet dabei diese Serpentine Richtung Rölvede, ...

 

in der ich mich jedes Mal wieder frage, warum ich eigentlich so auf alte Stahlrenner stehe, wobei mir das Betrachten des Fotos die Antwort aber gleich wieder liefert, nämlich weil sie einfach schön sind!

 

Nach der Durchfahrt der Unterführung kommt das einzig halbwegs flache Stück Richtung Kreuz, also eine gute Gelegenheit um Fotos "on the fly" zu machen.

 

 

 

Auch hier war Mateusz nun zum 1. Mal, also gibt es natürlich auch das obligatorische "Beweisfoto".

 

Nach dem Gipfelkreuz folgt dann das Stück, welches ich jetzt nicht wirklich hasse, aber doch. Der Wellenritt zum Kreisverkehr Richtung Hohenlimburg zieht mir nach Wixberg, Brachtenbecker Weg und Gipfelkreuz immer wieder aufs Neue die Schuhe aus und ich (und dem Blick nach die anderen auch!) bin froh wenn wir diesen hinter uns gelassen haben ...

 

und wir mit dem Erreichen von Kattenohl wissen: "Ab jetzt geht es kilomerterlang nur noch bergab!"

 

Mit knapp 60km/h geht es hinunter nach Hohenlimburg, von dort an der Lenne bis zum Fuss der Syburg und dann ein letztes Mal bergauf über Syburg und Golfplatz zur Brandisstr. Hier geben Mateusz und ich noch einmal Alles, bevor es gemächlich entlang der B 54 nach Dortmund geht.

 

Nach insgesamt 104km und satten 1600hm sind wir dann wieder daheim.

 

 

Mit 401km und 3256hm kann sich diese Woche sehen lassen.

 

 

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Nach der Radreise beginnt der Alltag und das bedeutet auch aus radsporttechnischer Sicht, dass es wieder über das ach so vertraute Terrain geht. Der Nachteil besteht darin, das man dort natürlich jeden Kieselstein kennt, der große Vorteil darin, das man sich nicht auf Wegweiser und Abzweige konzentrieren muss.

 

So war die 1. Tour nach der Tour wie jedes Jahr eine sehr, sehr entspannte.

 

 


 

Da Fronleichnahm dieses Jahr relativ spät an der Reihe war, hatte ich fast vergessen das am Samstag die Lukaz Hospiz Spendentour auf dem Programm stand. So ging es bei brüllender Hitze auf nach Herne, wo es im Vergleich zu den Jahren zuvor gemächlich zuging.

 

Auch ich habe mich dieses Mal dort nur kurz aufgehalten, da die Hitze einfach unerträglich war und ich froh war wieder auf dem Rad zu sitzen, um zumindest ein wenig Fahrtwindwind abzubekommen.

 

Wie jedes Jahr bei dieser Runde statte ich Haus Bodelschwingh einen Besuch ab.

 

 

 

 


 

Am Sonntag ging es dann gemeinsam mit Simon auf die Piste. Das war der bis dato heißeste Tag des Jahres, was sich dann auch schon nach den ersten Kilometern ordentlich bemerkbar machte und in Form von kaltem Kakao aus der Bäckerei in Seppenrade, wenn auch nur sehr kurzfristig, aber doch  zumindest ein wenig gelindert wurde. Von dort ging es dann über Borkenberge nach Dülmen, weiter nach Sythen ...

 

und kurz dahinter durch das endlich für Publikumsverkehr geöffnete, ehemalige Manövergebiet. Dort fühlte man sich wie in einer Mikrowelle und an ein schnelles Fahren war nicht zu denken.

 

Nach für die extremen Witterungsverhältnisse sehr respektablen 108km waren wir dann wieder daheim und mit guten 300km war die Woche dann auch eine ganz gute.

 

 

 


 

Insgesamt war der Juni ein sehr guter!

 

 


 

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Haus & Hofrunden, wobei die Schlösserrunde den Auftakt bildete.

 

Vorher hatte ich dem Chesini noch einen komplett neuen Antriebsstrang in Form von kleinem Blatt, Kette und Kassette gegönnt, da die alten Parts wirklich nur noch rudimentär vorhanden waren.

 

Auf Schloss Westerwinkel habe ich dann auch die einzig nenneswerte Pause eingelegt.

 

 


 

Ausnahmsweise mal nicht am Donnerstag, sondern am Freitag stand dann die zweite Tour der Woche auf dem Programm. Die stand ganz im Zeichen mit Begegnungen neugieriger Vögel, wie z. B. diesem Pfau, ...

 

und diesem Storch hier.

 

Die extreme Hitze der letzten Zeit hat leider auch viele Teile meiner Hausstrecken in Mitleidenschaft gezogen. So haben sich zum Beispiel auf dem Stück von Olfen nach Vinnum entlang der Alten Fahrt diese fiesen Risse gebildet, in die man mit Rennradreifen möglichst nicht geraten sollte.

 

Diese Risse ziehen sich fast auf dem gesamten genannten Stück längs der Fahrbahn, also Obacht!

 

 


 

Am Sonntag war dann wieder "Rudelradeln" angesagt. Mit dabei waren Max, Simon, Mateusz, Kai und nach ewig langer Zeit auch mal wieder Till. Da Mateusz mittlerweile zwar fest zur Gruppe gehört, aber wir es bis dato tatsächlich geschafft haben immer nur großräumig an den Schlössern vorbei, aber diese nicht anzufahren, ging es dieses Mal auf die große Schlösserrunde. Es war seit langer Zeit die 1. Tour bei der ich wieder Armlinge genutzt habe.

 

 

 

Erster Halt wurde auf Burg Vischering eingelegt, vor der gerade in Mittelaltermarkt stattfand.

 

Von der Vischering ging es nach Nordkirchen zum dortigen Schloss und von dort weiter zu Schloss Westerwinkel.

 

Ross ...

 

und Reiter.

 

 

 

Es gibt nur ganz wenige Segmente bei denen mich der Ehrgeiz packt. Eines davon ist das in Wethmar vom Kreisel zur Tennishalle. Seit gut einem Jahr bin ich dort unter den Top 10 gelistet und seit ebenfalls einem Jahr habe ich es tatsächlich immer wieder geschafft auf exakt 40 Sekunden zu kommen. Keine mehr und auch keine weniger. Bis gestern, da ist es mir in der Tat gelungen das Stück in 37 Sekunden zu schaffen, was mich mit dummerweise nur 1 Sekunde Rückstand auf den 2. Gesamtplatz bugsiert hat.

 

Das wird wahrscheinlich auch meine schnellste Zeit für immer sein, da ich mir nicht vorstellen kann dort auf einem Stahlrahmen noch Zeit gutzumachen. Das war gestern so schon mehr als grenzwertig, da ich die letzten 100m schon komplett drüber war ...


 

Mit 306km war auch diese Woche eine der besseren

 

 

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Da ist sie also auch schon wieder Geschichte, die Fronleichnam ArchitekTOUR 2019 mit den Kollegen aus dem Büro.

 

Mit dabei waren: Max, Mateusz, Chris, Simon und ich

 

Dieses Mal ging es in 4 Etappen über 560km und knapp 5000hm von Dortmund über die Wasserkuppe nach Fulda.  Gestartet sind wir am Donnerstagmorgen vom Büro aus und wie all die Jahre zuvor, waren auch diesmal die Apidura Saddle Bag und die Caradice Zipp Roll meine treuen Begleiter. Das Rad der Wahl war, wie letztes Jahr auch, das F. Moser Giro, da dieses über die Campagnolo Athena Brems/Schaltkombi verfügt und es dadurch in den Bergen für mich komfortabler in Sachen Haptik ist.

 

 


 

 

TAG 1

DORTMUND - WILLEBADESSEN

(160km / 1413hm)

 

Die 1. Etappe ging über 160km und 1413hm von Dortmund nach Willebadessen.

 

Von Dortmund ging es zuerst nach Unna Königsborn, von da an über den Alleenradweg Richtung Welver und dann weiter über Soest nach Geseke. Das ging weitestgehend vom Verkehr entkoppelt und durch den ständigen Westwind auch sehr schnell vonstatten, wirklich sehr schnell!

 

Geseke war auch Ort unserer Mittagspause, inklusive Einkehr im Restaurant.

 

In Geseke sind wir dann dummerweise dem Irrtum erlegen, das wir bereits den größten Teil hinter uns gelassen haben und das Ganze in sagenhafter Zeit. Ab nun wurde die Strecke ordentlich wellig und es gab die ein und andere Diskussion welcher denn der bessere Weg Richtung Wewelsburg, unserem nächsten Ziel, sein würde.

 

Irgendwann lag dann aber auch dieses imposante Bauwerk, mit nicht ganz so imposanten Interimsbesitzern, vor uns.

 

Der nur knapp 800m lange, aber ordentlich steile Anstieg hoch zur Burg war dann auch die erste richtige Hürde dieser Tour und hat uns allesamt, wie hier Mateusz, in Schnappatmung versetzt.

 

Hier oben haben sich dann leider auch das erste Mal Christians Knie schmerzhaft bemerkbar gemacht. Von der Wewelsburg nach Willebadessen hätten wir direkt über Lichtenau fahren sollen, sind aber dummerweise die nachstehende Route gefahren.

 

Diese Variante wäre die weitaus leichtere gewesen.

 

Wer jetzt denkt, das die nur knapp 13km und 110hm mehr den Kohl nicht fett machen, liegt hier falsch. Da Christian wie schon erwähnt Knieprobleme hatte und an der Wewelsburg eh schon nah am Limit war, kann sich vorstellen das die paar Mehrkilometer doch ausschlaggebend sein können.  Das wird umso ersichtlicher, wenn man mal die Topos der beiden Routen vergleicht. Zu den Mehrkilometern gesellte sich dann unglücklicherweise auch noch der einzige Regenguss der gesamten Tour, sodass wir die letzten gut 10km pitschnass nach Willebadesen unterwegs waren.

 

So sind am Ende des Tages aus den eigentlichen 125km, ganz satte 160km geworden.

 


 

TAG 2

WILLEBADESSEN - MELSUNGEN

(155km / 1419hm)

 

Nachdem alle gut geschlafen und gefrühstückt hatten, ging es am zweiten Tag dann erst einmal noch ein gutes Stück bergauf, aber danach kam die Abfahrt hinunter nach Beverungen an die Weser.

 

Bevor wir uns auf den Weserradweg gemacht haben, ging es noch in ein lokales Radgeschäft um unseren Reifen wieder den benötigten Druck zu verschaffen. Ab da an sollten wir uns die nächsten 1 1/2 Tage nur noch an Weser und Fulda bewegen. Wer jetzt glaubt das man auf den beiden Radwegen nur noch flach unterwegs ist täuscht sich gewaltig, wie nachstehend Grafik eindrucksvoll belegt.

 

Genau diese unendlich vielen kleinen Rampen haben Christian dann auch extrem zugesetzt, An einigen Stellen muss man die Weser per Fähre überqueren, was wir 2x gemacht haben. 1x weil wir mussten, das andere mal weil gegenüber ein Restaurant war.

 

Leider hat das Restaurant just in dem Moment seine Mittagspause eingelegt an dem wir dort angekommen waren. Also ging es hungrig weiter auf der Suche nach einer Lokalität die geöffnet hatte.

 

Auf diesem Stück gesellte sich dann Rampe an Rampe, womit die einen gut ...

 

und Christian leider gar nicht zurecht kam, ...

 

sodass er nach dem Essen für sich beschlossen hatte ab Hann. Münden den Rest nach Melsungen mit der Bahn zurückzulegen. Für die anderen ging es ab dort auf dem Fuldaradweg weiter, der wirklch super gelungen ist und auch mit dem Rennrad stets bestens zu befahren war.

 

Ein kleiner Stopp in Kassel an der Orangerie war natürlich obligatorisch.

 

Nach guten 156km und ordentlichen 1419hm erreichten wir dann endlich das für Radfahrer strategisch jetzt nicht ganz so optimal, weil oben auf dem Berg gelegene, Hotel Sonnenhof in Melsungen, wo Christian bereits auf uns wartete.

 

 


 

TAG 3

MELSUNGEN - BAD HERSFELD - ARZELL - BAD HERSFELD

(114km / 970hm)

 

Tag 3 versprach dann in Sachen Kilometer und Höhenmeter auch ein wenig ruhiger und beschaulicher zu werden, was er dann auch wurde. Nach dem wirklich sehr guten Frühstück ging es also wieder auf die Räder. Gerade mitten in Melsungen angekommen ist dann eine ältere Frau direkt vor unseren Augen gestolpert und ohne sich irgendwie abzufangen direkt mit dem Gesicht auf das Pflaster gestürzt. Nachdem wir den RTW gerufen und die Frau ein wenig erstversorgt hatten ging es dann runter auf den Fuldaradweg. Dabei standen die ersten paar Kilometer allerdings ganz im Zeichen des Vorfalls, was man an einem Schnitt von unter 20km/h auf den ersten 10km gut erkennen konnte. Mit jedem Kilometer ging der Schnitt dann aber nach oben, was natürlich auch dem fantastischem Asphalt geschuldet ist. Wenn man schon dort unterwegs ist, ist ein Foto mit einer der Infotafeln natürlich obligatorisch.

 

Auf nachstehendem Bild versuche ich das Tagesziel Arzell halbwegs exakt zu lokalisieren.

 

In Rothenburg a. d. Fulda war dann erst einmal Pause angesagt.

 

 

 

Von Rothenburg ging es dann nach Hersfeld. Das 1. was einem dort auffällt ist die tatsache das hier nicht wirklich viele Radfahrer unteregs sind und die gesamte Stadt total auf Autofahrer ausgelegt ist.

Unser Hotel lag nicht direkt, sondern ein wenig außerhalb Hersfelds oben in Gittersdorf. Richtig - wieder oben auf einem Berg und auch dieser hatte es in sich. Nachdem wir eingecheckt und unsere Sachen im Zimmer verstaut hatten, ging es endlich mal gänzlich ohne Gepäck am Rad zu Thorstens Eltern nach Arzell. Dabei stellte sich heraus das dass so einfach nicht werden würde, da es für Radfahrer in Hersfeld einfach kein ersichtliches Leitsystem gibt und einen die einzigen Schilder Richtung Hünfeld auf die B27 lotsen, welche für Radfahrer gesperrt ist. Ein sehr freundlicher und hilfsbereiter Radfahrer hat uns dann von McDonalds bis zu dem Punkt gelotst an dem ein Verfahren mehr oder weniger ausgeschlossen war - Danke dafür!

 

Bis auf wenige Meter ging es dann zum Glück auf dem Radweg von Hersfeld nach Arzell, denn die Autofahrer dort stecken irgendwie noch in den Siebzigern und fahren wie die Irren. In Buchenau kommt man dann an der recht imposanten Burg Seckendorf vorbei.

 

Ein paar Kilometer weiter erreichten wir dann Arzell und damit auch Thorstens Eltern.

 

Hier wurden wir aufs freundlichste empfangen und bewirtet und die Zeit verging leider wie im Flug. Nach einigen Bieren, Aha (ein lokaler Kräuterlikör), sowie einer reichlichen Portion Ahle Wurscht und Stracke mussten wir uns leider wieder verabschieden, aber ein Fahren im Dunkeln wollte niemand von uns riskieren. Direkt am Ortsausgang von Arzell hat mich dann in Form eines Plattens der einzige Defekt der Tour ereilt, aber das war ja innerhalb weniger Minuten wieder erledigt.

 

114km und 970hm standen also am Ende des Tages zu Buche

 


TAG 4

BAD HERSFELD - WASSERKUPPE - FULDA

(134km / 1472hm)

 

Christian hatte am Vorabend beschlossen nicht mehr weiterzufahren und hat sich dann in Hersfeld von uns verabschiedet. Wir sind also wieder Rchtung Arzell gefahren um dann in Eiterfeld auf den Kegelspielradweg zu gelangen. Auch der ist bestens gelungen und "verwöhnt" den Fahrer mit einem fantastischen Belag.

 

Da sich mein Navi aufgehängt hatte und wie in Hersfeld kein "analoges" Kartenmaterial auftreiben konnten, haben wir uns vor Großentaft ein wenig verfahren. Im Ort hat uns der dortige Gastwirt dann en detail erklärt wie wir am Besten zur Wasserkuppe kommen. Wir haben dann nicht mehr den Weg mitten durch die Rhön genommen, sondern sind von dort nach Buttlar auf den Ulstertalradweg gefahren. Eine Entscheidung die absolut die richtige war, denn dieser Radweg ist einfach nur grandios.

 

Da der Sonntag auch der mit Abstand wärmste der gesamten Tour werden sollte waren alle froh nicht die vielen Höhenmeter der anderen Route kurbeln zu müssen. So bestand die Fahrt auch aus vielen kleinen Pausen um etwas trinkbares aufzutreiben. In Wüstensachsen hat uns ein Anwohner dann mit wunderbar klarem Mineralwasser versorgt, für das ich ihm ewig dankbar sein werde, man wird bescheiden an solchen Tagen ...

 

Nach Wüstensachsen war dann Schluss mit lustig!

Ab hier ging es in den finalen Anstieg hinauf zur Wasserkuppe.

Max war schon nach wenigen Metern nicht mehr zu sehen und so sind Mateusz, Simon und ich in geringem Abstand voneinander, aber jeder für sich, dort hochgeackert und haben dabei gelitten wie die Hunde, da einem die letzten 500m, auf denen Simon noch einmal richtig Gas gegeben und mich komplett aus den Schuhen gefahren hat, Alles abverlangen. So hält sich die Freude über das Geschaffte auf Gipfeln bekanntlich immer erst einmal in Grenzen, da man sich jenseits von gut und böse bewegt, was an Mateuszs Gesichtszügen bestens erkennbar ist :-)

 

 

 

Max wartete bereits seit 7 Minuten in "Peterchens Mondfahrt" auf uns, wo wir das Erreichen des Gipfels mit einem kühlen Bier feierten.

 

Danach ging es dann auf den eigentlichen Gipfel, mit Radom, ...

 

und diesem einmalig, grandiosem Ausblick auf das Hessische Kegelspiel, was mir jedesmal den Atem verschlägt!

 

Dort haben wir dann natürlich auch unser abschließendes Gruppenbild gemacht.

 

Es folgte die mehr als rasante, kilometerlange Abfahrt nach Gersfeld und dann ging es wieder auf dem Fuldaradweg nach Fulda. Hier sind wir bis kurz vor Eichenzell selten auf unter die 35km/h Marke gekommen. Leider war das dann immer noch nicht schnell genug, sodass wie leider den letzten Zug verpasst haben und uns nichts anderes übrig blieb, als nach Mainz zu fahren und uns dort von 23:40 Uhr - 5:44 Uhr die Nacht vor dem Bahnhof um die Ohren zu schlagen, was dann aber doch besser gelang als befürchtet, da die Temperaturen auch nachts nicht unter die 20° C fielen. So sind wir dann erst am Montag gegen 10:30 zwar fertig, aber auch glücklich wieder in Dortmund angekommen.


 

Insgesamt haben wir auf dieser Tour 562km und laut gpsies 5200hm abgekurbelt.

 

Dabei habe ich für mich persönlich auch die 8000km-Marke in 2019 überschritten.

 

Jetzt geht es dann also daran die Tour für das kommende Jahr auszuarbeiten ...

 

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