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Auch wenn die vergangene Woche nicht an die Temperaturen der Vorwoche herangereicht hat, dieser Februar 2019 war ein warmer und wird noch lange in Erinnerung bleiben, vorausgesetzt die folgenden toppen sich in Zeiten des Klimawandels jetzt nicht jährlich. Das führt natürlich dazu, dass der geneigte Radsportler immens hohe Kilometerleistungen auf heimischen Geläuf vollbringen kann. Früher war man dazu stets in den Süden aufgebrochen und hatte sich nach der Rückkehr dann oft erkältet.

 

Den Anfang machte die Runde über Haltern, die zwar unter einem fast wolkenlosem Himmel. aber wie schon erwähnt nicht mehr ganz so angenehm warmen Temperaturen stattfand.

 

Das große Problem bei bei solchen "Zwischentemperaturen" ist und bleibt die Wahl der richtigen Kleidung, da man ja in der Regel nur 3 Trikottaschen zur Verfügung hat und man diesbezüglich schnell an die Grenzen des Verstauens kommt, zumal sich darin ja dann auch meistens schon diverse andere Utensilien befinden. Ich setze da auf die bewährte "Zwiebel" und sehe zu das die Trikots lange Reissverschlüsse haben, die man so bei Bedarf einfach nur auf oder zu ziehen kann und sich nicht irgendwo unterwegs umziehen muss und dann nicht weiss wohin mit den Klamotten.

 

Für Münsterlandtouren nehme ich in der Regel das Chesini.

 

In Haltern war dann der Wendepunkt erreicht und es ging von dort über Hullern und Seppenrade wieder retour nach Dortmund.

 

So sind 102 km und für eine Tour durch das Münsterland ganz respektable 500 hm zustande gekommen.

 


 

Schon direkt tags darauf ging es wieder aufs Rad, diesmal allerdings ostwärts nach Lippetal. Schon wenige hundert Meter nach dem Start stand ich allerdings im Stau ...

 

Dieser sollte dann aber auch das einzige Hindernis des Tages bleiben und wie am Tag zuvor war wieder ein wolkenloser und strahlend blauer Himmel mein Begleiter.

 

Es ging über Kamen, Heeren und Bönen zuerst auf den Alleenradweg, der einen fast komplett vom Verkehr entkoppelt bis nach Welver bringt, wo man, wenn man schon einmal dort ist, sich unbedingt das historische Kirchwelver anschauen sollte.

 

Von Welver ging es dann über Nateln weiter nach Heintrop, wo ich wie immer am dortigen alten, stillgelegten Bahnhof eine kleine Pause eingelegt habe.

 

 

 

Von hier aus ging es dann quasi nur noch entlang der Lippe wieder retour , sodass am Ende der Runde gute 122 km zu Buche standen.

 


 

Am Samstag hatte ich eigentlich gar nix großes geplant und wollte eine gemütliche 40er Runde fahren, aber da das Wetter minütlich besser wurde und ich auch den ganzen Tag zur Verfügung hatte wurde die Runde länger und länger. Die frühe Kälte und der bis mittags bedeckte Himmel haben wohl auch dafür gesorgt das nur sehr wenige auf dem Rad unterwegs waren, zumindest sind mir während der gesamten Tour kaum andere Fahrer begegnet.

 

Irgendwie schien niemand dem "Braten" da draußen so richtig zu trauen und egal wohin ich kam, Alles wirkte irgendwie noch im Halbschlaf.

 

So sehr ich im Münsterland auch die Berge vermisse, so sehr liebe ich dort dieses völlig vom Autoverkehr entkoppelte Fahren mit dem Rad.

 

Sollte das irgendwann mal im Sauerland möglich sein, es wäre das Paradies!, aber noch sind sie davon leider weit, weit entfernt. Im Laufe des Tages wurde das Wetter besser und besser und auch wenn das Münsterland nicht mit den Steigungen des Sauerlands mithalten kann, den ein und anderen Hügel gibt es auch dort zu erklimmen. Mein "Gipfel des Tages" war diesmal der Sendemast bei Rorup, von wo man auch einen schönen Blick ins Umland hat.

 

 

 

Von dort ging es dann wieder zurück nach Dortmund, ...

 

mit satten 135 km auf dem Tacho.

 


 

Insgesamt bin ich in der Woche auf wirklich ordentliche 390 km gekommen.

 

 

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Der Winter scheint sich in der Tat verzogen zu haben, zumindest hege ich diese Hoffnung, was zur Folge hat, das ich bis auf die noch ausstehenden Läufe der WWBT wieder nur auf den Rennrädern unterwegs bin. Zu Beginn der Woche stand die 1. Schlösserrunde des Jahres auf dem Programm und Dank der aufgezogenen 4-Seasons kann ich mit den Rennern auch mal ein wenig abseits des Asphalts unterwegs sein.

 

Die erste größere Pause wurde wie fast immer auf dieser Runde auf Schloss Nordkirchen eingelegt.

 

Von dort ging es dann den gewohnten Weg über Capelle nach Schloss Westerwinkel bei Herbern, ...

 

wo sich langsam aber sicher der Frühling breit macht.

 

Insgesamt habe ich bei dieser Tour gute 83 km zurückgelegt.

 


 

Am Tag darauf war dann das erste Mal in diesem Jahr das Moser an der Reihe. Auch hier ging es über wohlbekanntes "Geläuf". Dieses Mal bin ich nicht über den "Monte Vinnum", sondern geradeaus weiter Richtung Datteln gefahren. Über Natrop ging es ein Stück über die Römer-Lippe-Route Richtung Olfen.

 

Die Bauarbeiten zur Renaturierung des Lippebogens scheinen dort aktuell erst einmal gelaufen zu sein, da ich dort seit langer Zeit kein einziges Baustellenfahrzeug gesehen habe und auch der Belag endlich mal wieder einen halbwegs sauberen Eindruck gemacht hat.

 

In Kökelsum sind die Arbeiten ja seit ein paar Jahren abgeschlossen und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen.

 

Um zumindest ein paar wenige Höhenmeter zu machen bin ich dann über Seppenrade nach Lüdinghausen gefahren, um dort auf Burg Vischering eine kleine Pause einzulegen.

 

Nächster Stop war wie tags zuvor Schloss Nordkirchen.

 

 

 

Schloss Westerwinkel habe ich diesmal ausgelassen und bin stattdessen über Cappenberg und Lünen Wethmar an die Westfalia Brücke gefahren.

 

 

 

Über den Preußenhafen ging es dann wieder retour nach Hause, wo am Ende der Runde ganz gute 108 km zu Buche standen.

 


 

Freitags ging es aus rennradtechnischer Sicht das erste Mal dann richtig zur Sache, da ich mit dem Moser die erste Runde in diesem Richtung Hagener Gipfelkreuz in Angriff genommen habe. Nachdem ich mich seit langer Zeit mal wieder die Brandisstraße hochgekämpft hatte, ging es nur kurze Zeit später auf die von mir so sehr "geliebte" Reichsmarkstraße hinauf.

 

Ich schaffe es partout nicht dort oben anzukommen ohne das ich in Schnappatmung verfalle, was natürlich auch der klassischen Übersetzung geschuldet ist. Danach geht es dann zum Glück ordentlich runter bis an die Ruhr.

 

Innerhalb der Woche ist diese Tour streckenweise arg gewöhnungsbedürftig, da es einige Stellen gibt, wie zum Beispiel das zwischen Garenfeld und Berchum, das man sich mit unzähligen LKWs teilen muss. Ab dem Lenneradweg ist dann aber auch wieder ruhiges Fahren angesagt und spätestens in der Auffahrt durch das Nimmertal hat man wieder seine totale Ruhe. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube das ich so früh im Jahr noch nie dort oben war, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern mal einen so guten Blick durch die Bäume gehabt zu haben.

 

Einer der ganz wenigen Abschnitte innerhalb der Auffahrt zum Kreuz wo man mal kurz durchatmen kann ist die kleine Bebauung bei Rumscheid, ...

 

aber das ist leider nur von sehr kurzer Dauer, denn danach kommt das für mich persönlich fieseste Stück. Die letzten paar hundert Meter bis zum Gipfelkreuz schmerzen noch einmal richtig, doch dafür wird man mit einem wunderschönen Ausblick mehr als belohnt.

 

Da ich keine große Lust hatte exakt den gleichen Weg retour zu fahren den ich gekommen war, habe ich mich für die "Simon-Variante" entschieden und bin den Weg über Deipenbrink und Sürenhagen gefahren, wobei mir die dortigen Wellen auch jedes Mal ordentlich zusetzen.

 

Ab Kattenohl geht es dann aber erst einmal nur noch bergab bis Hohenlimburg, ...

 

und erst mit dem Erreichen der Ruhr kurz vor der Syburg muss man wieder bergauf fahren.

 

Nach 102 km und 1179 hm war ich dann auch froh wieder daheim zu sein.

 


 

Der gestrige Sonntag stand dann noch einmal ganz im Zeichen der WWBT-2019, deren 8. Lauf wieder in Neuenrade ausgetragen wurde. Die Wetterfrösche hatten nicht zuviel versprochen, indem sie einen wunderschönen, sonnigen Tag vorausgesagt hatten. Mit unserer Ankunft vor Ort war dort schon reges Treiben angesagt, aber erst einmal stand für uns der obligatorische Kaffee davor auf dem Programm.

 

Nachdem der Großteil der Fahrer auf der Strecke unterwegs war sind auch wir aufgebrochen und schon nach wenigen Metern befindet man sich im Wald und auch gleich im Anstieg, sodass man recht früh auf Betriebstemperatur gekommen ist.

 

Hier oben angekommen halten viele erst einmal inne um den schönen Ausblick zu genießen, aber auch weil man einfach mal durchschnaufen muss.

 

Ein großer Vorteil spät zu starten liegt darin, dass man an den Kontrollen keine langen Schlangen vor sich hat.

 

Das war bei der K2 nicht anders.

 

Hier war dann auch der Zeitpunkt für mich Beine und Ärmel hochzukrempeln, da es mittlerweile doch ordentlich warm geworden war.

 

Nach der K2 ging es dann was Höhenmeter angeht auch richtig zur Sache, ...

 

was Max weniger ..

 

und Georg um Einiges mehr zu schaffen machte.

 

So anstrengend Neuenrade auch jedesmal ist, es lohnt sich immer!

 

Gefahren bin ich gestern natürlich wieder das Rocky Mountain, was sich dort pudelwohl fühlt.

 

Nach viel Wald, berauf und bergab ging es ein zweites Mal an die Kontrolle auf Schloss Wocklum.

 

Ab da geht es dann weitesgehendst flach bis ins Ziel, wo wir uns erst einmal mit einer Bratwurst versorgt haben.

 

Neuenrade ist und bleibt für mich landschaftlich die schönste Veranstaltung im Rahmen der WWBT. Lediglich die stellenweise doch arg tief geschotterten Abschnitte hier und da nerven jedes jahr ein wenig, aber das schmälert den Gesamteindruck jetzt nicht wirklich.

 


 

Insgesamt war die Woche mit guten 359 km und satten 3153 hm eine für den Februar durchaus passable für mich.

 

 

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"Mein lieber Herr Gesangsverein!", was war das für eine Februarwoche. Natürlich sollte man sich bei all der Freude über derart viel Sonne im Klaren darüber sein, dass das aus klimatischer Sicht natürlich alles andere als gut ist, aber nach all dem vielen Regen der letzten Wochen überwiegt bei mir aktuell die Freude darüber und die Woche hat aus radsporttechnischer Sicht bei mir erst am Donnerstag angefangen. Da ging es mit dem neuen Crosser dann erst einmal nordwärts an den Datteln-Hamm Kanal, wo auch nach gut 1 1/2 Wochen nach dem WWBT-Lauf in Waltrop die Spuren der Fahrer noch deutlich zu sehen und vor Allem auch deutlich zu spüren sind, denn der dortige Untergrund ist durch die viele Sonne mittlerweile betonartig hart geworden. Das macht ein Fahren dort nicht angenehmer, da man von Spurrille zu Spurrille "hoppelt".

 

In Datteln bin ich dann vom Datteln-Hamm an den Dortmund-Ems Kanal gewechselt, dessen Bodenbeschaffenheit komplett anders ist und ein weitaus schnelleres Vorankommen ermöglicht.

 

Wo sich am Wochenende Menschenscharen tummeln, hat man in der Woche seine totale Ruhe.

 

Die Katharinen Kapelle bei Hamm-Bossendorf, kurz vor Haltern am See, war dann  der Punkt den Kanal vorerst zu verlassen.

 

Von dort ging es erst einmal über Haltern in die Westruper Heide.

 

Das ist die Art von Gelände für dass das Diamond Back wohl ursprünglich mal gebaut wurde.

 

Danach folgte ein großes Stück Asphalt von Westrup bis kurz vor Waltrop, wo es wieder an den Datteln-Hamm Kanal ging und von dort dann weiter retour nach Hause,

 

Am Ende standen gute 104km im Eingangmodus, die ich auch ordentlich in den Beinen gespürt habe. zu Buche.

 


 

Endlich! Endlich! Endlich!

 

Nur einen Tag später stand dann die 1. Rennradtour des Jahres für mich auf dem Programm und ich hätte mir dafür wahrlich kein besseres Wetter aussuchen können. Unter einem strahlend blauem Himmel ging es zunächst einmal über meine übliche Rennradstrecke Richtung Vinnum, mit obligatorischem Halt an Haus Sandfort.

 

Ab hier war dann auch der Zeitpunkt wo ich mich, nach all den grobstolligen Kilometern die Wochen zuvor, wieder an die dünnen Pneus und auch die Klickpedale gewöhnt hatte und ich mich komplett im 'Flow" befand. Über Lüdinghausen, Hiddingsel und Buldern ging es nach Schapdetten, wo es die "Mauer" zu erklimmen galt.

 

Von dort oben hat man diesen unglaublichen Ausblick über das Stevertal.

 

In ein paar Wochen ist das hier oben wieder komplett grün zugewachsen und man muss sich die Strecke mit wieder vielen anderen teilen.

 

Von der "Mauer" geht es dann erst einmal ordentlich hinunter ins Tal, ...

 

bevor es dann wieder recht steil bergauf zum Longinusturm, dem Ziel meiner Runde, geht.

 

Über Nottuln ging es dann wieder fast exakt so zurück wie ich gekommen war und so hatte ich am Ende der Tour satte 136km auf der Habenseite.

 


 

Am Sonntag ging es mit Max nach Aplerbeck zum 7. Lauf der WWBT-2019. Das Wetter war wie die Tage zuvor fantastisch und schon auf der Fahrt vom Büro zu Start/Ziel musste ich mich der ersten Kleidungsstücke entledigen. Schon mit unserer Ankunft war klar, das es heute voll werden würde, aber Dank Scan & Bike sind ja auch sehr gut besuchte Veranstaltungen keine Warteorgien mehr, das das Anmelden in der Regel im Minutentakt vonstatten geht.

 

Leider gab es schon vor dem Start den ersten Verletzten, der sich beim Abrutschen auf einer dieser gepflasterten "Inseln" auf dem Schulhof wohl anscheinend ein Bein gebrochen hat und er sollte nicht der einzige Verletzte des Tages bleiben, aber dazu später mehr.

 

Nachdem der größte Teil der Fahrer auf der Strecke war sind auch Max und ich gestartet. In Aplerbeck geht es direkt nach wenigen Kilometern bergauf durch den Wald. Oben angekommen hat Max dann erst einmal seine Bremsen neu eingestellt, da die wohl nicht ordentlich zugepackt haben.

 

Irgendwo bei Geisecke hat es dann, wie auch immer?, meinen linken Bremsschuh an der Hinterbremse zerlegt, sodass ich ab dort nur noch mit der Vorderbremse unterwegs war, was im Verlauf der Runde aber kein großes Problem darstellte, da die XTR- Cantis ordentlich Biss haben. Das größere Problem war das ich in Erinnerung hatte das am Bahnwäldchen immer eine Kontrolle war und ich spärlich schaute das dem diesmal wohl nicht so war und ich wirklich Hunger bekam.  So war ich heilfroh das nach gut 30km endlich die K1 vor uns auftauchte, wo ich mir die Körner wieder auffüllen konnte.

 

Hier haben wir dann auch Daniel von den Gravel Punks Ruhr getroffen, der in der Abfahrt heftig gestürzt war und nicht weiterfahren konnte, sondern mit dem Teamwagen des ASC zum Start zurück gebracht wurde.

 

Ihm und den anderen an diesem Tag gestürzten Fahrer/Innen wünsche ich an dieser Stelle schnellstbaldige Genesungswünsche.

 

Das fantastische Wetter, sowie das schnelle Geläuf, haben die Tour natürlich auch extrem schnell werden lassen, sodass viele es einfach haben Rollen lassen as das Zeug hält, wodurch einige Kurven dann auch schnell mal sehr, oder auch zu eng werden konnten.

 

 

An der K2 war dann noch einmal Körnerauffüllen angesagt, ...

 

da die letzten 20km noch einmal ganz ordentlich mit Höhenmetern bestückt waren.

 

Max war wieder mit seinem Cadex ...

 

und ich auf dem Rocky Mountain unterwegs.

 

Nach 65km war dann auch das Ziel wieder erreicht und wir liessen den Tag mit einer guten Grillwurst ausklingen.

 

Mit Hin/Rückfahrt bin ich auf gute 100km gekommen.

 

725 Starter waren am Start und die Veranstaltung war wie immer Top organisiert.

 


 

Die erste Rennradtour des Jahres hat dann auch gleich mit dafür gesorgt, das ich auf satte 376km gekommen bin ...

 

und mich dadurch auch zum ersten Mal in diesem Jahr wieder unter den Top 3 meiner Stravagruppe plaziert habe.

 

 

 

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