Von Rheine nach Dortmund

Wer sich darüber gewundert hat das hier in den letzten 14 Tagen nichts los war, dem sei gesagt, das ich seit ich diese Seite betreibe, das erste mal eine kleine Schreibpause eingelegt hatte.  Ein Grund dafür war, das ich nicht wirklich zum Fahren gekommen bin und der andere Grund, das aktuell einfach soviel Arbeit zu erledigen war, dass für's Schreiben schlicht keine Zeit blieb.  Seit meiner Tour mit Zenon zur Burg Blankenstein vor 14 Tagen, war ich ganze 2x auf etwas ausgedehnteren Runden unterwegs. Die erste vor gut einer Woche mal wieder auf dem Titan-Singlespeed MTB, wobei diese Tour gerade mal bis zum NSG-Beversee gereicht hat, aber schön war's trotzdem ...



 

Da ich die umliegenden Strecken ja nun kenne wie meine Westentasche und man ab und an ja auch mal neue Wege erkunden möchte, hatte ich beschlossen mir für das  Wochenende mal ein "Schöner NRW Ticket"  zu holen und damit nach Ibbenbühren zu fahren, um von dort den Rückweg mit dem Rickert unter die Pneus zu nehmen.  Gesagt, getan, gegen 7:40 Uhr saß ich also dann im Zug Richtung Münster, gemeinsam mit ein paar gefrusteten Heimkehrern vom Spiel Bayern München vs BVB. In Amelsbüren bekamen wir dann die Durchsage das vor uns ein ICE mit Wild kollidiert sei und die Bahn deswegen nun Taxen bestellt hätte die uns nach Münster bringen würden. Na super, also die knapp 10km von dort nach Münster auf dem Rad absolviert und dort dann  minutengenau den Zug nach Rheine verpasst. Egal, ich habe Wochenende und lass mir das von der Bahn nicht versauen. In Form von Kaffee und Croissants auf dem Bahnsteig auf den nächsten Zug gewartet und dann mit Ankunft in Rheine kurzerhand beschlossen nicht bis Ibbenbühren zu fahren, sondern von Rheine aus den Weg zurück zu radeln. Ergo, schnell dem Garmin mitgeteilt das es nun los geht und gestartet. Direkt nach Rheine lotst mich Kollege Navi dann auch schon weg von der Bundesstraße auf menschenleere Nebenstrecken und zwischen Mesum und Emsdetten runter an die Ems, die einem zur Zeit ein Farbenmeer präsentiert, das man vor Freude und Demut am liebsten weinen möchte.

Die dortige Fähre hat ihren Dienst für dieses Jahr eingestellt, aber da ich eh nicht vorhatte überzusetzen, war das jetzt kein Beinbruch.


In der Tat scheint es innerhalb des Landes diverse "Freistaaten" zu geben :-) und zu dem Restaurant kann ich auch nichts sagen, da es für kullinarische Genüsse ja noch ein wenig zu früh war.

Über wunderschöne Nebenstrecken ging es dann weiter über Emsdetten und Greven Richtung Münster, wo ich dem Garmin wirklich ein großes Lob aussprechen muss, da es mich nicht durch Münster hindurch, sondern daran vorbei über Nienberge, ...

direkt bis zur Burg Hülshoff lotste.

Trotz des Wahnsinnswetters waren dort außer mir nur eine Handvoll Besucher, worüber ich jetzt nicht wirklich traurig war und so hatte ich auch nicht die geringsten Bedenken mein Rad mal für eine kurze Zeit unabgeschlossen am Eingang abzustellen, da Räder natürlich aus verständlichem Grund nicht mit in den Schlosspark mitgenommen werden dürfen.  Danach ging es via Roxel, Albachten und Appelhülsen nach Buldern, wo mich das Garmin dann zu meiner Verwunderung nicht über Hiddingsel und Lüdinghausen heim schickte, sondern - warum auch immer - Richtung Dülmen lotste. Kein Problem, das Wetter konnte schöner nicht sein und so bin ich anstatt die gewohnte Strecke, halt den Umweg, der mir ja  nun auch bestens bekannt ist,  über Dülmen gefahren.und  habe in Hausdülmen die letzte Pause des Tages eingelegt.

Ich muss in Zukunft unbedingt mal meinen Pessimismus in Sachen Wetter ablegen, da ich gestern mal wieder viel zu warm angezogen war. Kurz/kurz hätte allemal gereicht.

 

Bedingt durch den gefahrenen Zickzack-Kurs und den Umweg über Dülmen sind so satte 156,78km zusammen gekommen und ich bin am überlegen demnächst mal mit der Bahn bis Steinfurt zu fahren, um dann von dort den Weg zurück unter die Pneus zu nehmen.

 

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Burg Blankenstein


Da haben die Wetterfrösche diesmal in der Tat nicht zuviel versprochen als sie uns ein Traumwetter prognostiziert haben und da man davon in diesem Jahr eventuell nicht mehr allzu viel beschert bekommen wird, haben wir das natürlich in vollsten Zügen ausgenutzt. Wir, das waren diesmal Zenon, sowie meiner einer und  Dieter, mit dem wir uns in Hattingen verabredet hatten. So haben Zenon und ich uns am späten Vormittag mit den Rädern aufgemacht um die knapp 35km nach Hattingen unter die Pneus zu nehmen. Als Route haben wir die südliche via Barop, Persebeck, von dort an über den "Rheinischen Esel" nach Witten und über  Blankenstein nach Hattingen gewählt. In Blankenstein haben wir einen Abstecher in die historische Altstadt und zur dortigen Burg gemacht.


Vom frei begehbaren Burgturm hat man einen wunderschönen Blick auf die Ruhr und die angrenzenden Ortschaften, den man sich möglichst nicht entgehen lassen sollte, auch wenn das Besteigen mit Radschuhen nicht wirklich komfortabel ist.


Trotz der zu bewältigenden Höhenmeter habe ich auch heute das Rickert genommen und bis auf den Anstieg hoch nach Blankenstein, war das auch problemlos machbar, wobei jetzt auch genannte Steigung kein wirkliches Problem darstellte ...


Ross und Reiter nach der "Burgeroberung"


Von Blankenstein ging es dann hinab nach Hattingen, wo wir auf Dieter warteten. Nach dessen Ankunft sind wir dann abermals hoch zur Burg gefahren, um im dortigen Burg-Cafe gemütlich Kaffee und Kuchen zu genießen. Danach hieß es runter an die Ruhr bei Kemnade, an der Dieter Richtung Essen und wir Richtung Witten heimfuhren. So war es eigentlich gedacht, aber die dortigen Menschenmassen machten ein Befahren des Ruhrtalradweges unmöglich und so sind Zenon und ich kurze Zeit später wieder auf die Straße gewechselt.

Meine beiden heutigen Begleiter.


Ab Witten sind wir dann den gleichen Weg gefahren, den wir gekommen sind und hatten bei unserer Ankunft in Dortmund gute 84,78km auf der Habenseite. Die Gegend um Blankenstein muss ich dieses Jahr unbedingt noch mal mit dem MTB erkunden, da es dort anscheinend viele schöne Trails hat, aber auch die Strecke über die Straßen hat so einiges zu bieten ...


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Aus die Maus


Nein, keine Sorge, ich habe den Radsport nicht an den Nagel gehängt, aber mit der gestrigen RTF in Haltern ist die RTF-Saison 2014 nun leider Geschichte und wie jedes Jahr hatten sich auch diesmal unzählige Radfahrer dort eingefunden um bei bestem Wetter entweder eine der Strecken unter die Pneus zu nehmen, oder um sich einfach noch einmal mit Gleichgesinnten zum Klönen zu treffen. Letzteres war auch bei mir der Fall, da ich erst spät den Weg nach Haltern angegangen bin und demnach keine Zeit mehr für eine der Touren vorhanden war. Anders als in den Jahren zuvor war die Hinfahrt nicht von dichtem Nebel, sondern von einem wunderbar sonnigem Herbstwetter geprägt. Da ich von vornherein wusste das ich diesmal nicht den Granat würde hoch hecheln müssen, war das Rickert Rad der Wahl.

An einem Sonntagmorgen im Herbst hat man die Welt für kurze Zeit für sich allein.

Nicht nur die herabfallenden Blätter, sondern auch die zur Zeit mit Kürbissen dekorierten Landhöfe, machen unmissverständlich klar, in welcher Jahreszeit wir uns aktuell befinden.

Bei meiner Ankunft in Haltern herrschte dort schon Volksfeststimmung und kurze Zeit nach mir kamen dann auch Tobit und Henne dort an. Bei all dem vielen Händeschütteln hatte ich dann vergessen noch mehr Fotos zu machen, aber die dortige Stimmung ist eh nur schwer in Bildern festzuhalten.

Nach Kuchen, Erbsensuppe und ein paar alkoholfreien Weizen haben wir uns dann zu dritt wieder auf den Heimweg gemacht.


Irgendwie hatte man gestern wieder das Gefühl das die gesamte Region auf Rädern unterwegs sei um der Saison einen gebührenden Abschluss zu bereiten. Ab nun ist man dann wieder entweder allein, mit Bekannten unterwegs, oder man startet grobstollig bei einer der kommenden CTFs, bevor es dann im März wieder mit den RTFs losgeht.

Liebe Veranstalter, liebe ehrenamtliche Helfer: Danke für die tolle Saison!


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